2. Schulorganisation
Rhythmisierung des Schulvormittags
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| In den 3 Unterrichtsblöcken gestalten die Klassen - und Fachlehrer nach Bedarf kleine Pausen. |
Unterrichtsorganisation
Schule ist mehr, als nur der Ort, an dem Unterricht
stattfindet, sie ist zugleich Lebens- und Erfahrungsraum. Um sich
orientieren zu können, sind Kinder auf Normen angewiesen.
Regeln und Rituale sind die festen verlässlichen Ordnungen der
Lebenswelt der Kinder. Mit ihnen im Hintergrund können die Kinder ihre
Selbständigkeit und Freiheit entwickeln. Sie helfen ihnen dabei, den
Lernvormittag zu strukturieren und Lernprozesse zu verinnerlichen.
Nach unseren Regeln sollten sich alle im Klassenverband richten, so
dass man sich darauf verlassen kann. Die eingeführten Rituale sollen
die Kinder davon entlasten, die Welt durch eigene Entscheidungen
ständig neu ordnen und Abmachungen neu definieren zu müssen.
Bei einem Wechsel der Lehrpersonen oder Klassen innerhalb der Schule
sind die Kinder somit sicher, auf die gleichen Rituale zu treffen.
An unserer Schule bestehen folgende, verbindlichen Rituale:
- Morgenkreis:
- Einleitung des Tages; als Montagskreis zum Erzählen der Montagsgeschichte
Zur Weitergabe von Informationen über den Tag oder der Einführung in neue Tages- bzw. Wochenpläne
- Erzählstein:
- Einführung eines Erzählsteines als
Hilfestellung eine eigene Geschichte zu erzählen; Medium um den
Erzählfluss der Kinder zu regeln (Nur wer den Stein in der Hand hält,
darf erzählen!)
- Symbole/nonverbale Zeichen:
- Flüstern, Schweigen,
normales Reden wird auf Schildern angezeigt; andere Zeichen sind für TP
oder WP wichtig (Stuhlkreis, bildl. Darstellung zur Angabe der
Sozialform ...)
- Meldekette:
- selbständiges Aufrufen der Kinder untereinander
- Gegenseitiges Helfen:
- durch unterschiedliche Helfersysteme (Helferhand, Experten benennen) können die Kinder untereinander Probleme und Fragen lösen
- Dienste:
- Einführung von Diensten, in denen die Kinder für die Gemeinschaft Verantwortung übernehmen
- Klassenrat:
- Möglichkeit, in der die Kinder früh lernen, Streit und Konflikte zu lösen
- Ruhezeichen:
- Gong, Glocke, ... als Möglichkeit die
Kinder zur Ruhe zu bringen, ihre Aufmerksamkeit wieder zu wecken oder
auf eine bevorstehende L- Äußerung zu bündeln
Verlässlichen Halbtagsschule (VHTS)
Haus Moritz von Aussen
In den Räumen der Verlässlichen Halbtagsschule (VHTS) wird täglich eine
Betreuung der Kinder vor und nach dem Unterricht angeboten.
Die Kinder sind dann täglich unabhängig von ihrem Stundenplan verlässlich von 7.30 - 13.30 Uhr betreut.
Die Räume sind ansprechend eingerichtet und mit einer Vielzahl von
Materialien und Spielen ausgestattet. Die Kinder haben Gelegenheit, vor
und nach dem Unterricht zu spielen, ihre Hausaufgaben zu machen oder an
den Aktivitäten teilzunehmen, die die Betreuungskräfte anbieten.
Offene Ganztagsschule (OGS)
Offene Ganztagesschule Weserstrasse
Ganztagsbetreuung durch die Freizeitanlage am Aa-See.
Herr Kriebel bietet mit seinem Team für unsere Kinder eine tägliche
Betreuung bis 16.3 0 Uhr an. Darin enthalten sind ein Mittagessen,
Hausaufgabenbetreuung und ein Sport- und Spielangebot. Weitere
Informationen finden sie im OGS-Konzept.
Verlässlichen Vertretungskonzept
Es ist unser Ziel, in jeder Klasse die ihr zustehenden
Unterrichtsstunden in vollem Umfang zu unterrichten (erweitert durch AG
und LRS-Unterricht).
Für den Fall einer plötzlichen Erkrankung eines Klassenlehrers gelten folgende Regelungen:
- Eine ausführliche, intensive und aktuelle Dokumentation des
eigenen Unterrichts führt dazu, dass im Falle einer Erkrankung des
Lehrers trotz Vertretungsunterrichts inhaltliche Kontinuität
gewährleistet werden kann.
- Innerhalb eines Schuljahres arbeiten die Klassenlehrer einer
Jahrgangstufe parallel. Das ermöglicht es, den Ausfall eines Kollegen
leichter aufzufangen.
- Es wird versucht, den Unterricht der betroffenen Klasse
möglichst umfangreich aufrecht zu erhalten (zumindest aber die
Kernfächer D, M, SU).
Sollte dies nicht möglich sein, werden die Schüler in kleine Gruppen
(ca 4-5 Kinder) aufgeteilt. Diese Gruppen können mit bereitliegenden
Aufgaben, dem Wochenplan, Materialien aus dem Bereich der Freiarbeit
oder mit Aufgabenstellungen am PC in anderen Klassen arbeiten.
- Bei langfristigen Erkrankungen wird unter der Maßgabe der
Unterrichtsausfallminimierung ein Vertretungsplan erstellt. Über einen
geänderten Stundenplan werden die Eltern informiert.
In solchen Fällen wird versucht, aus dem Vertretungspool des Schulamts
eine Vertretungskraft anzufordern.
Begleitprogramm für LAA
Vorüberlegungen zum Einsatz der LAA (Lehramtsanwärter)
Bevor LAA an die Schule kommen, einigen sich die Kollegen, wer als
Ausbildungslehrer zur Verfügung steht. Dabei wird nach Möglichkeit auf
die angegebene Fächerkombination Rücksicht genommen. Der AKO erstellt
mit den Kollegen einen Hospitationsplan für die ersten vier Wochen. Der
LAA sollte in dieser Zeit möglichst viele Kollegen und viele Klassen in
ihrer täglichen Unterrichtsarbeit kennen lernen.
- Einführungswochen / Begleitung durch die Eingangsphase
Schulleiter, AKO und LAA entwerfen gemeinsam einen Einsatzplan für das
erste Ausbildungsjahr. Der Schulleiter informiert den LAA vorab über
alle organisatorischen Abläufe und dienstrechtliche Vorgaben. Dazu
gehören:
-
allgemeine Dienstordnung/Mitbestimmungsrecht
- Hinweis auf BASS und Richtlinien der Grundschule
- Schulprogramm
- Ablauf des täglichen Schulalltags (offener Anfang,
Pausenregelung, Krankmeldung, Vertretungs- und Förderunterricht,
Wandererlass, Schulunfälle, Aufsichtspflicht, Schulbezirksgrenzen,
usw.).
- Einweisung in die Nutzung der Lehr- und Lernmittel der Schule.
- Zusammenarbeit zwischen LAA und Ausbildungslehrer
Während der ersten Hospitationsphase in der voraussichtlichen
Stammklasse sollten folgende Beobachtungen Grundlage der
weiterführenden pädagogischen Arbeit werden:
-
Beobachtungen zu den einzelnen Schülern
-
Lernvoraussetzungen
- Hausaufgaben
- Arbeits- und Sozialformen
- Eingeführte Lern- und Lehrformen
Planen, Durchführung und Reflektieren von Unterricht
Zu Beginn planen die LAA in enger Absprache mit dem Mentor und unter
Berücksichtigung von Richtlinien, Lehrplänen und Lernvoraussetzungen
einzelne Unterrichtsstunden. In den ersten vier Wochen legt der LAA dem
Mentor eine schriftliche fixierte Unterrichtsskizze mit folgenden
Inhalten vor: Lernziele, Verlaufsplanung, Tafelbild, Materialeinsatz.
Nach jeder Stunde sollte möglichst eine kurze Reflexion stattfinden.
Hat der Mentor den Eindruck, dass sich nach einer angemessenen
Anleitungsphase selbständige Unterrichtsarbeit abzeichnet (z.B. kurze
Unterrichtsreihen), kann er auf die weitere Vorlage der
Unterrichtsskizze verzichten. Zu jeder Zeit informiert der LAA den
Mentor über die weitere Planung seiner unterrichtlichen Arbeit, da der
Mentor für den Lernfortschritt der Schüler verantwortlich ist. Der
Mentor gibt dem LAA vor Aufnahme der Unterrichtsarbeit einen Einblick
in die vorliegenden Bildungspläne für das kommende Schuljahr.
Außerunterrichtliche Lehrertätigkeiten
Der Mentor führt die LAA in alle zusätzlichen pädagogischen Arbeiten
ein, die für eine Klassenführung von Bedeutung sind. Dazu gehören:
Wanderungen, Klassenfahrten, Feiern und Feste, Projekte, Erkundung von
außerschulischen Lernorten, Klassenpflegschaftsversammlungen,
Elternsprechtage, Teilnahme an Beratungsgesprächen, Erstellung der
Gutachten und Zeugnisse, Informationsabend für Schulanfänger,
Klassenbuchführung, Erläuterung der Aufsichtsführung und des
Aufsichtsplans.
- Zusammenarbeit zwischen LAA und AKO
Gespräche mit dem AKO bieten dem LAA die kontinuierliche Möglichkeit
über seine Lernfortschritte informiert zu werden und sie gleichzeitig
kritisch zu reflektieren und so eine Erweiterung der Kompetenzen
hinsichtlich der angestrebten Lehrerqualifikation zu erreichen
(Erziehung, Unterricht, Organisation, Beratung, Innovation,
Kooperation, Evaluation). Der LAA informiert den AKO regelmäßig über
die Ausbildungsprogramme des Seminars und über alle anstehenden
Termine. Termine für Unterrichtsbesuche und evtl. Ausfälle von
Unterrichtszeiten sind dem Schulleiter, dem AKO und dem Mentor
rechtzeitig schriftlich mitzuteilen.
Vor dem Planungs- und Entwicklungsgespräch und dem Prüfungskolloquium
am Ende der Ausbildungszeit findet ein gemeinsames Gespräch zwischen
Schulleitung, AKO, Mentoren und LAA statt. Inhalte dieses Gespräches
sind: Einsatz des LAA im Schulalltag, mögliches Entwicklungspotential,
Gesamteinschätzung seiner bisherigen pädagogischen Arbeit.
- Bedarfsdeckender Unterricht (BdU)
Zu Beginn des zweiten Ausbildungs- Halbjahres übernimmt der LAA sechs
Wochenstunden eigenverantwortlichen Unterricht. Um möglichen
Schwierigkeiten vorzubeugen, hat sich das Kollegium der Biemenhorster
Schule darauf geeinigt, auf BDU in der Anfangsphase des ersten
Schuljahres zu verzichten. Der LAA orientiert sich bei der Planung
seines Fachunterrichts an den vorliegenden Bildungsplänen. Eine
Rücksprache mit dem Fachlehrer und dem Mentor und eine enge Absprache
mit den Kollegen der Parallelklassen ist unerlässlich.
Im Rahmen seiner selbstverantwortlichen Unterrichtstätigkeit ist der
LAA verantwortlich für die Beurteilung und Zensierung der mündlichen
und schriftlichen Schülerleistungen.
Die folgende Zusammenstellung gibt einen Überblick der zu erreichenden Qualifikationen für die Lehramtsanwärter: Qualifikation als pdf hinterlegt.